Zurück zum Content

Auf nach Österreich.

English

Die Tage in Moosburg haben wir sehr genossen. Es wurde viel Ligretto gespielt und gelacht, es gab leckeres Essen und wir konnten dort gut schlafen (Vielen lieben Dank für alles!! – der detaillierte Feedback-Bogen ist noch in Arbeit 😉 ).

In dieser Zeit haben wir einiges erledigen können: wir haben neue Zeltstangen für unser Zelt besorgt – das ist vor allem Lauras Verdienst, die dafür extra noch ein zweites mal nach München zum Globetrotter fuhr und letztendlich zu dem Vertreter der Zeltfirma höchstpersönlich nach Hause, um die alten kaputten Stangen gegen neue einzutauschen. Wir haben ausserdem einige Sachen aussortiert, die wir hoffentlich auf unserer Reise nicht mehr brauchen werden, haben den auf der Durchreise im Kloster Zinna besorgten Likör Kloster-Bruder heile an Esther überbracht, Schnüre an die Zeltheringe angebracht, so dass sie sich jetzt viel besser herausziehen lassen, und haben die Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Der Abschied in Moosburg ist uns nicht leicht gefallen und so hat sich unser Aufbruch zur Weiterreise hinausgezögert, sodass wir erst am Abend bei Jörg und Karin in Dorfen ankamen. Das Treffen mit den Beiden war vor allem für Laura etwas Besonderes und geladen mit viel Vorfreude, da sie Karin und Jörg seit über 7 Jahren nicht gesehen hatte. Wir wurden dann in Dorfen von Karins schönem Lachen und Jörgs trockenem Humor empfangen 🙂 Bevor wir dann am nächsten Morgen weiter Richtung Osten aufgebrochen sind, haben wir nach einem gemütlichen Frühstück noch eine kleine Fahrradtour mit Karin zur Besichtigung der Stadt unternommen.

Von dort ging es weiter Richtung Österreich. Kurz vor der Grenze hatten wir noch eine schöne Begegnung auf dem Weg. An einem Haus fragten wir nach Wasser, um unsere leeren Behälter aufzufüllen. Nicht nur Wasser bekamen wir, uns wurde auch ein Eis angeboten und Rohrnudeln mit Kirschen für den Weg mitgegeben. Rohrnudeln sind eine typische regionale Spezialität und eine Art Hefegebäck. In unserer letzten Nacht in Deutschland und in der ersten in Österreich leisteten uns viele Glühwürmchen und laut bellende Füchse Gesellschaft. Unsere erste Station in Österreich war Peterskirchen, wo wir Angi und ihre Familie besuchten. Dies hatte sich ganz spontan ergeben und war ebenfalls wie in Dorfen ein schönes Wiedersehen nach langer Zeit. Dort wurden wir herzlich aufgenommen und versorgt und haben bei selbstgemachten Käsespätzle und einer Runde DKT (österreichisches Monopoly), wo auch noch Andi dazustieß, schon ein wenig von Österreich kennenlernen können. Zu dem besonderen Anlass gab es original irischen Bulmers. Trotz großer Bemühungen möglichst hochdeutscher Kommunikation, fiel es uns nicht immer leicht den oberösterreichischen Dialekt zu verstehen, auch wenn wir mittlerweile ein paar Vokablen gelernt haben 🙂

Nachdem Angis Mutter uns am nächsten Morgen noch gut umsorgt hat mit Proviant und einer Fahrradkarte, machten wir uns von Peterskirchen auf den Weg Richtung Linz, wo wir auf den Donau-Radweg stießen. Dort kommt das Fahrgefühl dem Rollen, so wie man sich das vorstellt, recht nahe: es gibt gut ausgebaute und ausgeschilderte Wege, so überlaufen, wie befürchtet, war es zum Glück (noch) nicht. Trotz recht schöner Altstadt, verließen wir Linz mit einem gemischten Gefühl, da der unterwegs zu Rat gezogene Fahrradladen etwas gehetzt vorging und ohne Rücksprache beim Austausch Lauras Kette die Alte leider kaputtmachte anstatt sie am Schloß zu öffnen. Auch am Donauradweg hatten wir keine Mühe teilweise sehr schöne Orte zum Zelt aufschlagen zu finden: in der Nähe des Deichs, direkt mit Donaublick, hinter einem Weinbaugebeit. Dabei sind wir einigen Igeln und Wildschweinen begegnet. Der Weg verläuft viel auf den Deichen direkt an er Donau, manchmal auf der Straße. Die Aussicht auf die umliegenden Hügel, die am Wasser gelegenen Orte, Wein- und Marillen(!)anbaugebiete ist sehr schön. Auf dem Weg haben wir einige Radler-Bekanntschaften mit Mitfahrenden schließen können. Vor allem mit anderen so schwer wie uns Bepackten lassen sich oftmals hilfreiche Tipps und Tricks und Erfahrungen austauschen. So trafen wir Joseph aus der Slowakei und ein Pärchen, das bereits 3 Jahre untewegs war und sich jetzt auf dem Rückweg aus Indonesien nach Frankreich befanden.

Die bis jetzt allerspontanste Begegnung ergab sich mit Löbbi und Friederike in Trasdorf. Da wir erst am späten Abend festgestellt haben, dass Trasdorf quasi direkt auf unserem Weg liegt, versicherten wir uns mit einem Anruf am nächsten morgen, dass jemand zuhause war, um eben Hallo zu sagen. Nach einem „Ja, alles klar. Dann sehen wir uns zum Kaffee.“ machten wir uns auf den Weg und trafen am Nachmittag trotz eines versteckten Schildes mit Hausnummer und Name am richtigen Haus ein. Aus einem gemütlichen und netten Kaffetrinken wurden letztendlich zwei schön Tage, die wir dort blieben, sehr lecker aßen und viel zusammen erzählten. Den Pausetag verbrachten wir ganz gemütlich mit einem leckeren Picknick an der Donau in Tulln zusammen mit Angi, die uns aus Peterskirchen hinterhergereist war. Von dort aus brachen wir in Richtung Ladendorf (etwa 50 km nördlich von Wien) auf. Zufälligerweise waren Lea (Noemis Schwester) und Johanna in dieser Woche dort, da sie als Freiwillige auf einem Yoga-Retreat das Essen für die Teilnehmenden zubereiteten. Wir durften besondererweise die eine Nacht direkt auf dem sehr schön ausgebautem Gelände verbringen in einem dort bereits aufgebauten Zelt, waren eingeladen, bei den super leckeren Mahlzeiten mitzuessen und den Abend mit ein bisschen Yoga auf einem nahegelegenen Hügel mit sehr schöner Aussicht auf die Umgebung, die untergehende Sonne und später einige Blitze zu verbringen. Es war total schön, Lea und Johanna wiederzusehen und am nächsten Tag beim Kochen noch ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen.

Von dort aus machten wir uns auf den Weg zu Gordian und Alice (Noemis Onkel und Tante) in Wien, wo wir mit einer extra für uns zubereiteten, sehr leckeren großen Gemüselasagne sehr herzlich empfangen wurden. Bei ihnen dürfen wir einige Tage bleiben. Wir wollen die Tage hier in Wien nutzen um uns hier ein wenig auszuruhen, die Stadt kennenzulernen, bei der Einweihungsparty von Alexander (Noemis Cousin) und seiner Freundin Julia dabei zu sein und die Planung der Weiterreise in Angriff zu nehmen.

 

 

Follow us on Instagram:

3 Comments

  1. Doreen und MAtze Doreen und MAtze

    Wir haben auch gerade euren Beitrag gelesen und genießen jetzt selber unseren Urlaub zu HAuse. Die Kinder sind alleine weg Anny in Dänemark und Lukas an der See bei einem Kumpel und wir machen so richtig lau.

  2. Stephan Stephan

    Noch ein Nachtrag von Stephan: habt ihr mit dem Fahrrad Mechaniker Klartext gesprochen, der Lauras Kette versaut hat?
    LG, Stephan

  3. Miri und Stephan Miri und Stephan

    Schönen Gruß aus Schottland. Miri und Stephan sitzen gerade im Pub und haben gerade euren Blog gelesen. Klingt toll! Passt auf euch auf!
    Ganz liebe grüße, Stephan und miri

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: