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Rolling East Posts

Einmal quer durch Deutschland…

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Nachdem wir Halle erst am Nachmittag verlassen haben, sind wir an dem Tag nicht mehr als 40 km gefahren. Unser Zelt haben wir dann in der Dämmerung am Rande eines Feldes aufgeschlagen, welches ausgerechnet in der Nacht gespritzt werden sollte. Aber der Bauer hat uns nur freundlich zugewunken und hatte kein Problem damit, dass wir dort gezeltet haben und bespritzt wurden wir zum Glück  auch nicht. Da der Untergrund unter unserem Zelt leider nicht gut war, mussten wir es umstellen. Dabei ist leider ein Teil der Zeltstange abgebrochen. Mit Panzerband kann man es zum Glück noch aufstellen, aber einen Sturm wird es so nun schlechter Stand halten. Wir haben uns vorgenommen, wenn wir einen Computer zur Verfügung haben, uns um einen Ersatz zu bemühen. Am nächsten Morgen kam der Bauer vorbei und hat uns Kaffee und Sprossen von seinem Feld angeboten.

An diesem Tag fuhren wir weiter an der Saale entlang, durch eine stetig hügeliger werdende Landschaft und kamen durch super schöne klein Dörfer und Weinanbaugebiete. In Jena haben wir gleich den nächsten Aldi angesteuert, um Kekse zu kaufen und so auf das im Laufe des Tages per Email erhaltene Ergebnis von Noemis Bachelorarbeit zu feiern. Überraschenderweise haben wir dort ein paar bekannte Gesichter aus Berlin getroffen, die gerade ganz zufällig dort waren.  Nach der kurzen Kekspause mit den Berlinern, haben wir uns auf den Weg zu Jakob gemacht. Dort angekommen, erwartete uns noch eine Überraschung. In Jakobs Tür stand ein strahlender Anton, der den Zug von Halle nach Jena genommen hat um uns nochmal zu sehen.

Wir wurden mit leckerem Essen, einem Bett für die Nacht und frischen Brötchen zum Frühstück verwöhnt und hatten eine sehr schöne Zeit in Jena.

Nun standen vier Tage an, an denen wir insgesamt 300 km schaffen wollten, im Schnitt also 75 km pro Tag. Am ersten Tag verfehlten wir unser Ziel leider, da wir etwa zwei Stunden im Thüringer Wald mit vielen schlecht ausgebauten Wegen verloren gingen. Um einen mehrere Kilometer langen Weg heraus aus dem Wald zu umgehen, entschieden wir  uns die Fahrräder einige hundert Meter einen sehr steilen Wanderweg herunterzutragen. Der Weg stellte auch für einige vorbeikommende Wanderer eine Herausforderung dar, wir haben das Gepäck und die Fahrräder einzeln und nacheinander heruntergeschafft und waren froh dem Wald entkommen zu sein. Als es dämmerig wurde und wir auf Zeltplatzsuche gingen, ergab sich die Möglichkeit  bei Familie Neuport im Garten zu zelten. Die Abendstimmung im Garten wurde durch viele leuchtende Glühwürmchen verzaubert. Die gewittrige Nacht überstanden wir gut und trocken und wurden am nächsten Morgen mit Tee und Kaffee versorgt.

Um am nächsten Tag unser Zwischenziel in Bayreuth zu erreichen, wo wir die verlockende Möglichkeit in Aussicht hatten, die Nacht in der Wohnung von Carina und Markus zu verbringen, mussten wir eine Strecke von 95 km zurücklegen. Trotz einem mehr als 10 km langen Anstieg der uns viel Kraft kostete, motivierte uns die Wohnung in Bayreuth so sehr, dass wir die Strecke schafften. Die beiden waren selbst gar nicht da, hatten uns aber einen Schlüssel versteckt.

Durch einen gemütlichen Start in den nächsten Tag, wiederholte sich das Muster der vergangenen zwei Tage: wir fuhren noch bis in die Nacht hinein, und schlugen unser Zelt im Dunkeln in der Nähe einer Straße auf. Nun stand dadurch am nächsten Tag wieder eine längere Strecke an, da wir abends zum Grillen mit Alex, Anka und Olli in Gunzenhausen eingeladen waren. So wurden wir von ihnen mit liebevoll vorbereitetem Essen empfangen und verbrachten einen sehr geselligen Abend. Obwohl alle am nächsten Tag früh raus mussten, konnten wir länger schlafen und den Tag ruhig angehen.

An diesem Tag hatten wir eine vergleichsweise gemütliche Strecke von 50 km bis Eichstätt geplant. Am frühen Abend kamen wir dort bei Noemis Tante Regula an, kochten und aßen zusammen, erhielten bei einem Eis eine kleine schöne Tour durch die Stadt und zu den Fischen und saßen abends dann noch lange gemütlich draußen auf der Dachterrasse.

An dem sehr  warmen nächsten Tag, hatten wir mit Regulas Tipps eine etwas weniger steile Route aus Eichstätt zusammengestellt, sodass wir gut vorankamen. Zur Mittagspause waren wir bei Nici, Godi und Aron eingeladen, die super lecker für uns gekocht hatten! Wir verbrachten dort eine schöne Pause fußballspielend mit Aron und bekamen am Ende schöne Musik von Godi vorgeführt. Trotz des  warmen Wetters (und vielleicht auch wegen eines Trainingseffekts?:) ) kamen wir erstaunlich gut voran, knackten unseren Kilometerrekord und kamen abends nach 103 km Fahrradfahren in Moosburg bei Zachers an. Dort sollte am nächsten Tag die Firmung von Tassilo sein. Wir wollen nun einige Tage in Moosburg verbringen, um unsere ersten Pausetage einzulegen, Zeit mit den Zachers zu haben, einen Tag in München mit Lauras italienischer Schwester Sara zu verbringen und die Gelegenheit zu nutzen, das Gepäck durchzusortieren, in der Hoffnung einiges hier lassen zu können, bevor es dann weiter über Dorfen nach Wien gehen soll.

 

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Wir rollen!

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Seit dem 7.6. sind wir unterwegs. In den letzten Tagen konnten wir uns schon ein wenig ans Fahrradfahren mit so viel Gepäck gewöhnen, uns mit der Ausrüstung (Kocher, Zelt) vertraut machen und weiterhin zu versuchen eine gute Logistik und Gewichtsverteilung beim Packen hinzukriegen. Das Auf- und Abbauen, Packen, Kochen und was noch jeden Tag anfällt um ein Nachtlager aufzubauen, nehmen noch recht viel Zeit in Anspruch – aber das wird wahrscheinlich schneller mit der Zeit.

Es ist schön, viel draußen zu sein und man kommt beim Zelten schnell in einen sehr angenehmen Rhytmus – abends, spätestens wenn es dunkel wird, fallen wir schnell müde ins Zelt und wenn es hell wird, werden wir wieder wach. Bis jetzt hatten wir vom Wetter her ziemliches Glück, es waren ein paar heiße und windige Tage dabei.

Wir sind südlich aus Berlin raus, über Trebbin, Jüterbog, Luckenwalde, Lutherstadt Wittenberg und Delitzsch gefahren. Die ersten Nächte haben wir wild, und teilweise sehr schön gezeltet. Als erstes haben wir Noemis Schwester Tabea – nicht wie gedacht in Sprotta (Doberschütz) sondern dann spontan in Delitzsch besucht.

Unsere erste Nacht wieder in einem Haus, haben wir in einer sehr sympathischen, feministischen Männer-WG in Leipzig bei Farid, Dennis und Konstantin verbracht. An diesem Tag hatten wir nur eine kleine Strecke zurückgelegt und hatten daher noch Zeit, ein bisschen durch Leipzig zu spazieren. Von dort aus ging es dann gestern an einem sehr sonnigen und (gegen)windigen Tag nach Halle in die WG unserer lieben Freundin Sara. Dort haben wir einen sehr geselligen Abend mit Sara, ihren Mitbewohnern und Anton verbracht, sehr lecker zusammen gegessen und vom Dach des Hauses einen schönen Ausblick über Halle gehabt.

Nach einer einer gemütlichen Nacht (DANKE SARA!), wurden wir hier heute sehr lieb von Milla, Anton und Sara verabschiedet und machen uns jetzt auf den Weg nach Jena.

 

 

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Es kann (fast) losgehen!

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Puh! Es ist wirklich eine Menge zu tun, bevor wir losfahren können. Jetzt geht es ans Packen.

Es müssen viel mehr Sachen mit, als uns lieb ist, denkt man daran, dass wir das alles über Berg und Tal transportieren müssen. Denkt man jedoch an die lange Zeit, die wir planen unterwegs zu sein, und die vielfältigen Wetterumstände (von -40 bis +40 Grad) und Situationen, für die wir ausgestattet sein wollen, scheint das, was wir mitnehmen können, recht begrenzt.

Viel Platz nehmen Schlafsäcke, Isomatten, Zelt, Wasser, Kocher, Essen, Ersatzteile, Werkzeug und andere wichtige Utensilien (wie z.B. Spielkarten) ein.

 

 

Nachdem wir uns eine Übersicht über alles, was mitkommt, verschafft haben, versuchten wir möglichst strukturiert zu packen, in der Hoffnung, das, was wir brauchen in einer der ersten Taschen, in denen wir nachschauen, zu finden.

Also wir sind fast unterwegs 😉

 

 

 

 

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