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Ungarisch fuer (fast) Fortgeschrittene

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Wenn wir unsern Ungarn-Aufenthalt noch weiter verlängern, koennen wir den naechsten Text vielleicht auf ungarisch schreiben 😉

Voll von Freude und Dankbarkeit fuer die schoene Zeit, die wir zusammen mit Kata, Laszlo, Adam, Flora und Anna verbringen durften, fiel uns der Abschied nicht leicht. In den letzten Tagen hatten wir viel beieinander gesessen, viele tolle Spiele gespielt und gemeinsam gegessen und es war ein sehr vertrautes Gefuehl enststanden. Sie erklaerten uns viel ueber die unarische Sprache und wir assen ein paar ungarische Gerichte wie Makosguba, was wie viele andere typische Suessspeisen mit Mohn zubereitet wird. Wir gingen schwimmen im nahegelegenen See, und durften den Laptop fuer den Blog und Recherchen benutzen und genossen die Zeit dort sehr. Ein paar mal waren wir nach Budapest gefahren, um Besorgungen zu erledigen und wegen der Fahrraeder. Unsere mit Abstand meiste Zeit in Budapest verbrachten wir in Csepel, was eine ziemlich untouristische Ort ist. Die Rohloffvertretung war inzwischen nach Ungarn zurueckgekehrt und die neuen Schaltzuege konnten besorgt und Lauras Fahrrad wieder fahrtauglich gemacht werden. Nach vielen Stunden und vielen neu gelernten hilfreichen Schimpfwörterntrafen wir Klara (Cinci) noch einmal zufaellig im Fahrradladen, da sie etwas abholte. Wir verabredeten uns, zwei Tage spaeter bei ihr und Marton (Marci) vorbeizukommen und bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen.

Von Dunaharaszti machten wir uns dann nach einer schoenen Woche bei der Familie auf den Weg nach Budapest. Dort wollten wir naemlich am NightRide teilnehmen, zu dem uns der Fahrradmechaniker Istvan eingeladen hatte, da er diese Touren organisiert. Mehrmals die Woche treffen sich einige Leute, um nachts zusammen durch Budapest und Umgebung mit dem Fahrrad zu fahren. Nachts, da es dann mit dem Verkehr besser geht und die Stadt wunderschoen beleuchtet ist. Unser Gepaeck konnten wir netterweise bei Akos, einem anderen Organisator, abstellen, wo wir spaeter auch uebernachten durften. Bei Akos wurden wir von ihm, Istvan, Tamasz und Micky mit Palinka empfangen, bevor wir uns dann zusammen zum Treffpunkt des Night Rides, den Szabadsag ter (Freiheitsplatz) aufmachten, wo wir noch ungefaehr 10 weitere Teilnehmer trafen. Jedes mal, wenn ein weiterer Teilnehmer auf seinem Fahrrad eintraf, wurde zunaechst das Fahrrad begutachtet und kommentiert. Waehrend der Fahrradtour sahen wir nun einige mehr touristische Ecken der Stadt und bewunderten die vielen schoenen und beeindruckenden Gebauede und Plaetze. Wir fuhren unter anderen hoch zur Burg von der man einen schoenen Ausblick auf Budapest hatte. Die Fahrradtour endete am Hosok tere (Platz der Helden).

Am naechsten Tag machten wir uns zusammen mit Akos und Istvan, die sich spontan entschieden, uns zu begleiten, auf den Weg nach Piliscsaba zu Cinci und Marci. Wie die letzte Woche, war es wieder ziemlich heiss und der Weg bergig, doch das Fahren in der Gruppe ging gut und die mitgenommene Musik motivierte. Angekommen in Piliscsaba, wurden wir mit Kaffee, selbstgemachter Himbeerlimonade und leckerem Gebaeck von Cinci und Marci empfangen. Nach der Pause, machten sich Istvan und Akos auf den Rueckweg und wir uns nach einer Dursche an die Arbeit. Vorher durften wir aber noch jeweils mit Marci als Begleitung eine Runde auf dem Liegefahrrad-Tandem drehen! Ein ganz anderes Fahrgefuehl und sehr gemuetlich (vielleicht eine sehr gute Idee fuer unsere naechste Weltreise!? 😉 ). Fuer die Hochzeit fingen wir an, Glaeser fuer Kerzen mit Schnueren, und Stoffen zu verzieren und eine Lichterkette zu basteln. Die Lampenschirme waren kleine Flaeschchen, die Cinci und Marci im Laufe ihres Studiums gesammelt hatten, in denen mal ein Ginsenggetraenk gewesen war, was gut fuer die Konzentration sein soll und sie gut durch ihre Pruefungszeiten gebracht hat. Diese 250 Flaschen sollten nun in verschiedenen Farben angemalt und dann an einer Lichterkette angebracht werden. Auch Sebi, der Trauzeuge bei der Hochzeit ist, stiess dazu und so sassen wir in gemuetlicher Runde zusammen.

Da es noch mehr als genug Vorbereitungen gab, boten wir den beiden an, noch laenger zu bleiben und zu helfen. Sie freuten sich sehr und setzten uns direkt auf die Gaesteliste fuer ihre Hochzeit. Wir wuerden also noch eine weitere Woche in Ungarn bleiben. Am naechsten Tag fuhren wir mit Cinci und Marci zusammen, die uns auf ihrem Tandem deutlich abhaengten, bei sehr schoenem Wetter nach Budapest – natuerlich Csepel ;). Das Tandem brauchte noch einen Checkup. Wir hatten uns ueberlegt, jetzt wo wir sowieso laenger hier waren, die Dichtung der Rohloff von Noemis Fahrrad noch reparieren zu lassen und auch hier einen stabilen Tubus anzubringen anstatt den alten Lowrider, da dieser ja auch bei Laura schon gebrochen war. Also liessen wir das Rad da und durften uns wieder das Ersatzfahrrad ausborgen. Zurueck ging es spaeter wetterbedingt mit dem Zug. Nach einer abendlichen Bastelschicht ging es am naechsten Tag weiter, wobei auch Hanga und Fanni, Freundinnen von Cinci, mithielfen. Eine sehr lustige Runde. Abends waren die Lichterkette und die Glaeser dann fertig. Der naechste Tag war wieder ein Budapest (Csepel) Tag, und im Vergleich zu den letzten Wochen sehr kuehl und immer wieder regnerisch zwischendurch. Am Fahrradladen tauschten wir das Ersatzfahrrad gegen Noemis Fahrrad wieder ein und haben jetzt beide wieder ganz frische, stabile Fahrraeder, mit denen jetzt erstmal alles gut sein sollte. Durch den Regen und abendlichen Vekehr beeilten wir uns um den Zug zurueck zu bekommen, es war jedoch zu knapp um Tickets zu besorgen, sodass wir eine Stunde warten mussten. Auch Cinci und Marci, die auch noch Dinge in Budapest erledigt hatten, wollten zufaelligerweise denselben Zug nehmen und verpassten ihn auch, sodass wir dann gemeinsam warten und zurueckfahren konnten.

Bis zur Hochzeit stehen nun noch eine Menge an Sachen an, die getan werden muessen: Seifenblasenmischung in kleine Flaschen umfuellen, die Speisekarte basteln, die Gastgeschenke (kleine Pflanzen mit jeweils dem Namensschild) herstellen, den Platz, wo die Feier sein soll aufbauen und dekorieren, die Musik und ungarischen Lieder ueben,.. Laura meinte bereits, sie wuerde in Anbetracht der ganzen Vorbereitungen, selbst zwei Jahre vorher damit beginnen. Es wird eine traditionell ungarische Hochzeit werden, zu der um die 230 Gaeste kommen. Der Teil der Gaeste auf der Seite des Braeutigams wird sich an seinem Haus versammeln, wo er sich dann symbolisch von seiner Familie verabschiedet. Von dort aus geht es weiter zu dem Haus der Braut. Dort fragt der Braeutigam die Eltern um die Hand ihrer Tochter, woraufhin (wenn sie ja sagen), sich die Braut von ihrer Familie verabschiedet. Von dort geht es weiter in die Kirche. Anschliessend (und das ist dann nicht traditionell) fahren alle mit dem Fahrrad – und das Brautpaar mit dem Tandem zu dem Platz, wo die Feier stattfindet. Wir sind gespannt und freuen uns sehr, dabei sein zu koennen 🙂

An den Fahrraerdern arbeiten bei Evobike. 

Unsere Fahrraeder sind wieder fit. Mit Krisztian und Istvan vor dem Evobikeladen. 

Auf den Strassen von Budapest mit Istvan, Micky und Tamas. 

Der Blick von der Burg auf die Stadt.

Die Night Rider vor den Helden.

Unsere schweren Fahrraeder nach oben. Die leichten Alu- und Carbonraeder nach unten. 

Das Liegetandem von Cinci und Marci. 

Die selbstgemachte Ginseng-Flaschen-Lichterkette. 

Unser Zuhause fuer einige Tage in Piliscsaba. 

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1 kommentar

  1. Vera Vera

    Wat een mooi avontuur! Zo leuk dat jullie dit allemaal meemaken! Ik geniet van de blogs 🙂

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