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Viszontlátásra. Eines Tages kommen wir zurueck.

English

Die Woche in Piliscsaba, in der wir in einem grossen Gemeindehaus auf dem Grundstueck von Marcis Familie wohnen durften, war gepraegt von den Vorbereitungen auf das grosse Fest, die bis zuletzt spannend blieben. Frueh morgens ging es los, und  oft sassen wir noch bis spaet abends zusammen am basteln, ueberlegen und planen. Marci und Cinci waren in Anbetracht der vielen Dinge, die noch zu tun waren, beeindruckend entspannt. Das Haus, in dem wir wohnten, war ein wichtiger Vorbereitungsstuetzpunkt. So kamen viele weitere Helfer zu uns in die grosse Kueche zum helfen und an einem Abend kamen auch die Musiker, um fuer die Hochzeit zu proben, sodass wir bei sehr schoener ungarischer Live-Musik arbeiteten. Es war etwas Besonderes, so ganz dicht dran zu sein bei den Vorbereitungen, die Familien und Freunde von beiden kennenzulernen. Das Finale der Vorbereitungen war nach dem Aufbau und der Dekoration des Zelts, das Verteilen der Pflaenzchen mit den Namenskarten auf die Plaetze, wo die Leute sitzen sollten. Erschwerend kam hinzu, dass es nur eine handschriftliche Ausfuehrung des Plans mit teilweise nur den Spitznamen von Leuten gab, der etwa zwei Stunden vor Beginn der Feier erstellt wurde. Natuerlich waren wir durch die letzten Tage schon ein wenig trainiert in verschiedensten Disziplinen von Hochzeitsvorbereitungen und bereit fuer weitere Herausforderungen; dennoch schien diese Aufgabe fast unloesbar. Zusammen mit Bence und Flori gelang es uns bis zur allerletzten Minute fast alle Pflaenzchen ihren Plaetzen zuzuordnen. Erst auf der Feier selbst konnten wir die Raetsel um die letzten Pflanzen und fehlende Stuehle loesen.

 

Zur Hochzeit stiessen wir zu Cincis Haus dazu und machten uns dann mit den anderen Gaesten auf den Weg zur Kirche. Die Trauung wurde gemeinsam von einer evangelischen Pfarrerin und einem katholischen Pfarrer gehalten. Anschliessend fuhren alle mit ihren Fahrraedern dorthin, wo die Feier stattfinden sollte. Diese fand auf dem Campus der kleinen und schoenen Universitaet in Piliscsaba statt. Das Gelaende war wie ein kleines Festivalgelaende gestaltet mit Lampions in den Baeumen, der Ginseng-Lichterkette, Haengematten, einer Slackline, Fackeln,.. Es war ein schoener Abend, es gab leckeres Essen und es wurde teilweise traditionell ungarisch getanzt und wurden Reden von den Vaetern des Brautpaars gehalten. Sehr spaet bzw. frueh ging es dann ins Bett. Am naechsten Tag verabschiedeten wir uns abends von Cinci und Marci, da sie mit ihrem Tandem fuer ein paar Tage eine kleine Hochyeitsreise unternehmen wollten. Wir selbst blieben noch eine Nacht und brachen am naechsten Vormittag in Richtung Dunaharaszti auf  – Kata und Laszlo waren naemlich nach einer Woche Urlaub in Serbien wieder zurueckgekehrt und hatten schon unser Zimmer fuer uns vorbereitet 🙂 Auf unserem Weg Richtung Serbien wuerden wir naemlich sowieso wieder durch Dunaharaszti fahren, und freuten uns rieseg auf ein Wiedersehen und ein paar Runden Ligretto zusammen. Auf dem Weg zu Ihnen hatten wir ein paar schoene Begegnungen: kurz vor Budapest, hoerten wir eine Fahrradklingel von hinten und sahen Marci und Cinci 😀 Die beiden waren am Abend zuvor nicht mehr allzu weit gefahren und zufaelligerweise in dieselbe Richtung unterwegs. Ein total schoenes und unverhofftes Wiedersehen. In Obuda tranken wir Kaffee und Limonade zusammen, bevor wir uns ein weiteres mal verabschiedeten. Es war ein so schoenes Erlebnis, diesen besonderen Tag und so eine aufregende  Woche mit den beiden zu erleben. Auf der Hochzeit war es auch eine lustige Situation, wenn wir den Leuten erzaehlten, dass wir die beiden zwei Wochen zuvor in einem Fahrradladen kennengelernt hatten. Weiter auf dem Weg nach Dunaharaszti trafen wir Istvan vom Fahrradladen, mit dem wir zusammen picknickten und uns verabschiedeten. Voller Vorfreude erreichten wir schliesslich Dunaharaszti, was sich sehr vertraut und wie nach Hause kommen anfuehlte. Kata hatte extra fuer uns Makosguba gemacht. Es war so schoen, alle wiederzusehen, zusammen zu spielen, nach ihrer Woche in Serbien und unserer in Piliscsaba gab es viel zu erzaehlen. Die eine Nacht, die wir vorhatten zu bleiben, reichte dafuer gar nicht aus, und so blieben wir noch eine zweite. Am letzten Abend halfen wir ein Spiel, also die Karten und Anleitungen aus dem Deutschen ins Englische zu uebersetzen. Kata hattes es vor Jahren auf dem Flohmarkt gekauft und jetzt konnten wir es zusammen ausprobieren. Und wieder brachen wir ganz gluecklich und dankbar ueber die schoene gemeinsame Zeit am naechsten Morgen aus Dunaharaszti auf.

 

Der Rhythmus der naechsten Tage wurde sehr durch das Wetter bestimmt. Es waren bis jetzt die waermsten Tage auf der Reise, um die 40 Grad jeden Tag, in Staedten sogar ueber 50. So wachten wir meist frueh auf, suchten uns ein schattiges Plaetzchen ( 😉 ) fuer die Mittagspause, wenn es sich anbot, am Donauufer, sodass wir die staerkste Hitze dort abwarten und uns erfrischen und schwimmen konnten. Unterwegs schenkte uns ein Mann, der ein Stueckchen mit uns fuhr eine russische Gluecksmuenze, die uns beschuetzen sollte. Teilweise hatten wir wirklich schoene, aber leider sehr mueckenreiche Zeltplaetze, die einen jedes Verlassen des Zeltes lange ueberdenken liessen. Dank eines Solarpanels, dass wir in Budapest besorgt hatten und unserem Wassersack mit Duschaufsatz koennen wir sehr autonom unterwegs sein, duschen, unsere Geraete aufladen, also alles was das Herz begehrt. Der Strombedarf ist (praktischerweise) gerade geringer, da noch in Piliscsaba am selben Tag das Navigationsgeraet und Noemis Handy aufgehoert hatten zu funktionieren :S. Die Navigation wird also von nun an mehr von den Karten, Kompass, Lauras Handy, der Untersuetzung von Einheimischen und natuerlich von Sonne und Sternen abhaenen. Die letzte Nacht in Ungarn zelteten wir nahe der ungarisch-serbischen Grenze, die recht stark durch Militaer und Polizei bewacht wird. Am naechsten Morgen hielt auch ein Polizeiauto direkt neben unserem Zelt, zwei schwer bewaffnete Maenner stiegen aus um unsere Paesse zu kontrollieren. Der Grenzuebergang nach Serbien war wie jeder Grenzuebergang ein wenig aufgerend, ein neues Land, das uns erwartete, neue Erfahrungen und Menschen, die wir treffem, eine neue Sprache, Schrift und neue Gewohnheiten; zusaetzlich war es aufregend, da es auf der Reise die erste Grenze mit Kontrolle sein sollte, die wir ueberschreiten.

 

Noemi ist inzwischen Vize-Praesident von den Night Riders in Budapest.

 

Die Pflanzen die jeder Gast bei der Hochzeit bekommen hat.

 

Die Ginseng-Lichter.

 

Die Gaeste sind da, aber die letzten Pflanzen muessen noch verteilt werden 

 

Das Ehepaar.

 

Unser Campingplatz an der Donau. Unser Duschsack haengt bereit am Baum.

 

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